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Die Bedeutung
von Fluorid.

Fluorid lässt sich nicht nur zur Behandlung bestehender Probleme, sondern auch vorbeugend einsetzen. Doch warum ist es für gesunde Zähne so wichtig?

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Bedeutung von Fluorid
Die Bedeutung von Fluorid
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30. März 2020

Fluoride können wir nicht nur zur Behandlung eines bestehenden Problems, sondern auch vorbeugend einsetzen. Fluorid stärkt den Zahnschmelz und macht ihn widerstandsfähiger gegen Säuren, verhindert die Vermehrung schädlicher Bakterien und beugt so der Entstehung von Karies vor.

Anwendungsmethoden

Fluoridierung des Trinkwassers: Laut fachlichen Stellungnahmen ist sie ein wirksames und kostengünstiges Verfahren zur Vorbeugung von Karies, wenngleich die methodische Sicherheit der Studien, die ihre Wirksamkeit belegen, begrenzt ist. Nach den EU-Vorschriften (Richtlinie 98/83/EG, derzeit Richtlinie (EU) 2020/2184) darf der Fluoridgehalt des Leitungswassers 1,5 mg/l nicht überschreiten. Dieser Grenzwert gilt auch in der österreichischen Trinkwasserverordnung.

Lokale Fluoridprophylaxe: Mundspülungen, Zahnpasten und Gele können individuell oder in der Gruppe (bei Kindern), zu Hause oder im Rahmen einer zahnärztlichen Behandlung angewendet werden.

Der Fluoridgehalt des Trinkwassers

Für die Entwicklung von Knochen und Zähnen benötigt der Körper Fluorid. Der ideale Fluoridgehalt des Trinkwassers liegt bei 1 mg/l. In Österreich liegt der natürliche Fluoridgehalt des Trinkwassers meist darunter, sodass über das Trinkwasser häufig nicht die zur Kariesvorbeugung diskutierte Fluoridmenge aufgenommen wird.

In Österreich weist der Großteil der Trinkwässer Fluoridkonzentrationen bis maximal 0,5 mg/l auf. In einzelnen Regionen, etwa im Klostertal und im Montafon in Vorarlberg, liegen die natürlichen Werte zwischen 0,5 und 1,0 mg/l. Der Fluoridgehalt kann sich von Ort zu Ort unterscheiden. Den Wert für Ihren Wohnort erfahren Sie bei Ihrem Wasserversorger.

Fluor als Vorsorgemittel

Die verschiedenen Methoden der Fluoridprophylaxe lassen sich altersabhängig anwenden. Im Kleinkindalter wird die systemische Zufuhr empfohlen, ab dem Schulalter die kombinierte systemische und lokale Anwendung und nach Abschluss der Entwicklung der bleibenden Zähne die lokale Anwendung.

Bei der Anwendung von Fluoriden ist der Fluoridgehalt des Trinkwassers am Wohnort ebenso zu berücksichtigen wie die Gebrauchsanweisung auf den Produkten. Eine zu hohe Fluoridzufuhr stört die Mineralisierung des Zahnschmelzes, es kann fleckiger Zahnschmelz entstehen, was ein ästhetisches Problem darstellt.

Als sicherste Fluoridquelle gelten Zahnpasten. Kinder sollten speziell für sie entwickelte Zahnpasten verwenden, da Zahnpasten für Erwachsene für Kinder zu viel Fluorid enthalten.

Quellen: Richtlinie 98/83/EG des Rates der Europäischen Union, derzeit Richtlinie (EU) 2020/2184 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch; Land Vorarlberg: Fluoridgehalte im Vorarlberger Trinkwasser; Fachkollegium für Zahn- und Mundkrankheiten (Sektion und Rat): Anwendung von Fluoriden zur Kariesprävention in der Zahnmedizin, Stellungnahme (Semmelweis Universität, 2019).

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