Wenn ein Zahn fehlt und Sie über die Möglichkeiten des Zahnimplantats nachdenken, ist Ihre wichtigste Frage vermutlich, was genau auf Sie zukommt. Dieser Beitrag zeigt den Ablauf Schritt für Schritt: von der Beratung über das Einsetzen und die Einheilung bis zur Fertigstellung des endgültigen Zahnersatzes.
Der erste Schritt: Beratung und Untersuchung
Der Ablauf beginnt immer mit einem persönlichen Gespräch. In der Beratung besprechen wir Ihren Gesundheitszustand und Ihre zahnärztliche Vorgeschichte und untersuchen anschließend die Mundhöhle. Dazu wird in der Regel ein digitales Panoramaröntgen erstellt, das rund 80 € kostet und getrennt von der Beratung zu bezahlen ist. Für ein genaues Angebot ist diese Aufnahme fast immer erforderlich, denn ohne sie ist nicht erkennbar, wie viel Knochen in welchem Zustand für das Einsetzen des Implantats zur Verfügung steht.
Die kostenlose Erstberatung umfasst die Untersuchung und einen schriftlichen Behandlungsplan samt Kostenvoranschlag. Dabei besprechen wir, wie viele Zähne Sie ersetzen möchten, welcher Aufbau und welche Krone (oder welcher andere Zahnersatz) zu Ihrem Fall passt und ob möglicherweise ein Knochenaufbau nötig ist.
Der Tag des Einsetzens
Den Eingriff führen wir in örtlicher Betäubung durch. Sie können Druck und das Gefühl der Behandlung wahrnehmen, das ist aber nicht dasselbe wie Schmerz. Wenn Sie dennoch Schmerzen oder Empfindlichkeit verspüren oder eine Pause brauchen, können Sie dies mit der linken Hand signalisieren, und wir unterbrechen die Behandlung sofort.
Das Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan, die wir in den Kieferknochen einsetzen. Bei SwissDent gehen wir in der Regel zweizeitig vor: Das bedeutet, dass wir das Implantat nach dem Einsetzen während der Einheilungsphase nicht sofort belasten, weil dies sicherer ist als ein Verfahren mit Sofortbelastung.
Die Einheilungsphase
In den Tagen nach dem Einsetzen muss das Gewebe heilen. Dafür empfehlen wir 10–14 Tage; danach können Sie praktisch wieder alles essen. Die Anleitung zur Pflege zu Hause senden wir Ihnen zusätzlich per E-Mail: was Sie wie anwenden, wie Sie den behandelten Bereich reinigen und worauf Sie achten sollten.
Das ist jedoch nur die oberflächliche Wundheilung. Die feste, belastbare Verbindung zwischen Implantat und Knochen, die sogenannte Osseointegration, dauert länger. Wir empfehlen dafür im Allgemeinen 3 Monate, im Oberkiefer wird wegen der anderen Knochenstruktur manchmal eine Einheilzeit von 4 Monaten empfohlen. Die genaue Dauer kann von Patient zu Patient unterschiedlich sein; sie hängt von der Knochendichte, der Lage und der individuellen Heilungsfähigkeit ab, weshalb wir sie stets individuell im Behandlungsplan festlegen.
Die Anfertigung des endgültigen Zahnersatzes
Nach Abschluss der Osseointegration werden der Aufbau (Abutment) und die Krone (oder ein anderer Zahnersatz) befestigt. Dieser Schritt ist zeitaufwendiger als bei einer herkömmlichen Krone: Der Zahntechniker nimmt mit zum Implantat passenden Abformpfosten den Abdruck und beschleift anschließend den Titanaufbau, den der Arzt bei Bedarf korrigiert. Die fertige Krone oder Brücke wird passgenau eingesetzt und dauerhaft befestigt.
Auf das eingesetzte Implantat gilt eine Produktgarantie von 3 Jahren. Diese Garantie bezieht sich auf das Implantat selbst, ist nicht identisch mit der Garantie auf den Aufbau oder den gesamten Zahnersatz und stellt keine Garantie für das biologische Ergebnis oder eine lebenslange Funktion dar. Die genauen Bedingungen finden Sie in den Garantiebedingungen.
Wann ein Knochenaufbau oder Sinuslift nötig sein kann
Wenn sich bei der Untersuchung zeigt, dass zu wenig Knochen zur Verfügung steht, kann vor der Implantation auch ein Knochenaufbau infrage kommen. Im hinteren Bereich des Oberkiefers kann dann häufig auch ein Sinuslift (Anhebung des Kieferhöhlenbodens) erforderlich sein. Ob er nötig ist und welche Lösung die richtige ist, legen wir stets anhand der persönlichen Untersuchung und der Röntgenaufnahme fest und besprechen es daher ausführlich in der Beratung.
Mit welchen Risiken Sie rechnen sollten
In der Beratung besprechen wir in jedem Fall bekannte Allergien, Ihre bisherigen Erfahrungen mit Betäubungen, Vorerkrankungen und regelmäßig eingenommene Medikamente. Ebenfalls zur Sprache kommen die Möglichkeit von Schmerzen, Schwellungen und Blutungen nach dem Eingriff sowie das Risiko von Infektionen, Gefühlsstörungen und einer unzureichenden knöchernen Einheilung des Implantats. Auch individuelle anatomische Gegebenheiten und den Einfluss des Rauchens berücksichtigen wir. Diese Aufzählung ersetzt nicht die persönliche Untersuchung: Welche dieser Punkte Ihre Behandlung betreffen, können wir Ihnen nur in der Beratung genau sagen.
Der nächste Schritt
Wenn Sie wissen möchten, wie dieser Ablauf in Ihrem Fall aussehen würde, ist der beste Ausgangspunkt eine kostenlose Beratung, in der wir Ihre Möglichkeiten klären und Ihnen einen schriftlichen Behandlungsplan sowie ein individuelles Angebot erstellen.
Das digitale Panoramaröntgen ist separat zu bezahlen und kostet rund 80 €.